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Hans Theessink Band


Hans Theessink Band Press Area

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“A Blues & Roots Revue”

Hans Theessink: Gesang, Gitarren
Roland Guggenbichler: Piano, Orgel, Accordeon
Dumisani “Ramadu”  Moyo: Gesang, Percussion,
Zibusiso “Blessings” Nkomo: Gesang, Percussion
Vusumuzi “Vusa” Ndlovu: Gesang

Nach mehr als 7500 Konzerte und 40 Jahren “on the road” ist HANS THEESSINK eine Institution in Sachen Blues und Rootsmusik. Der 2-fache Amadeus-Gewinner Hans Theessink, ist mit seiner sonoren Stimme und unverkennbaren Gitarrenstil weltweit gefragt – er spielt an die 200 Konzerte im Jahr und ist immer ein Garant für niveauvolle Blues- und Rootsmusik. Seine Tourneen führen ihn durch Europa, Nord-Amerika, Asien, Neuseeland und  Australien. Seine Lieder zeugen von einem gewachsenen Songwriter, der sich auch immer wieder aktuellen Themen annimmt.

Die US Bluespresse nannte ihn “Ein internationaler Bluesschatz” und der legendäre Bo Diddley meinte Hans sei “Ein höllisch guter Gitarrist”.  Er hat mehr als 30 Alben, ein Songbuch, ein Lehrvideo und eine DVD veröffentlicht.
2001 wurde ihm von der Stadt Wien der Goldene Rathausmann für seine Verdienste als musikalischer Botschafter verliehen. 2010 wird ihn das Goldene Verdienstkreuz der Stadt Wien überreicht. Hans hat diverse Amadeus Awards und Danish Music Awards gewonnen. Er wurde auch nominiert für einen Grammy und den Blues Music Award 2009 in Memphis TN.

Das Programm der Band wird größtenteils bestehen aus Material der preisgekrönten CD’s “Bridges“ und “Slow Train“ sowie der DVD “Live in concert – A Blues & Roots Revue“.

Die DVD, aufgenommen im Orpheum Wien,  wurde vom deutschen Bluesnews und vom Österreichischen Concerto als bester DVD des Jahres 2005 gewählt.

Hans’ Bühnenpräsenz und Ruf als Entertainer unterstützt vom Tastenvirtuosen Roland Guggenbichler und die 3 afrikanischen Sänger von Insingizi – mit ihren unnachahmbaren Stimmen und choreographischen Einlagen, machen jedes Konzert der Hans Theessink Band zu einem einmaligen Erlebnis.

KONZERT KRITIK

(Folker (D) 03.10 – Mai/Juni  2010, Harald Justin)

Wohlfühl-Blues

Hans Theessink

Metropol, Wien, 11.3. 2010

Ginge es nach einem gerne gehegten Vorurteil, wäre der Blues eine zutiefst traurig stimmende Musik. Eigentlich müssten demnach Millionen von Hörern nach diesem zweifelhaften Hörerlebnis voller Lebenstrauer mindestens aus dem Fenster springen und sich vorher noch die Kugel geben. Dem ist bekanntlich nicht so, und tatsächlich behaupten ja Experten, dass der Blues ganz anders sei, dass er nämlich eher zur Überwindung von Lebensunmut beitrage, dass er eine heilende Kraft besitze und mit enorm viel Humor eine recht entspannende Angelegenheit ist.

Eine der schönsten Beweise für das etwas andere Verständnis vom Blues liefert seit nahezu vier Jahrzehnten der in Wien lebende Niederländer Hans Theessink. Das amerikanische Fachmagazin Blues Revue bezeichnet ihn als „an international blues treasure“, er hat mit Musikern wie Flaco Jimenez, Derroll Adams, Donovan, Linda Tillery oder Jon Sass zusammengespielt, kürzlich war er als einziger Europäer für den Blues Award der Blues Foundation in Memphis nominiert, tourte er auf einer so genannten „Blues Cruise“ mit Fans und Musikern durch die Karibik – und meldete sich nun in der Hauptstadt seiner Wahlheimat mit einem Konzert im Wiener Metropol zurück. Auftritte im Metropol sind für ihn im besten Sinne ein Heimspiel: der historische Veranstaltungsort mit der Atmosphäre eines New Orleans-Schuppens, ist bei seinen Konzerten regelmäßig bis auf den letzten der rund 500 Plätze ausverkauft, und was immer er anspielt, wird bereits bei den ersten Akkorden von begeisternden Rufen begleitet. Das Stammpublikum feiert ihn, hier kann er sich zu Hause fühlen. Und er dankt es dem Publikum Mal für Mal mit einer ausgezeichneten Vorstellung und ausgedehnten Zugaben. Schließlich hat der Mann auch eine nahezu vierzigjährige Bühnenerfahrung, und das heißt, dass er aus den Tiefen seines Repertoires fischen kann. „Mississippi“, ein Lied. In dem er das Hohelied auf einige seiner Idole singt, stammt aus dem Jahr 1989, als er noch als „The Euro Bluesman“ unterwegs war, und er wäre kein so guter Künstler, würde er in der Anmoderationen nicht die Gelegenheit nutzen, um von seinen Reisen in die USA zu erzählen und die Zuhörer mit Anekdoten mit auf diese Reisen zu nehmen. In „Mississippi“ erzählt er von der Großartigkeit einiger Bluesidole und dem Elend, in dem sie lebten, es sind kurze Lektionen in Geschichte, mitsamt einer Portion Humor und Lebensweisheit serviert. Es ist ein Vergnügen, zu erleben, wie er die Lieder kurz anmoderiert, um dann mit lockerem Beat das Publikum mit auf die Reise nimmt. Und es ist erstaunlich, wie es mitgeht. Bereitwillig, ohne dass Theessink lange bitten muss, wird mitgesungen, mit erstaunlicher Textsicherheit sogar. Wenn es wahr ist, das Blues eine „social music“ ist, eine, die Menschen zu einander führt, dann erweist sich Theessink in diesen Moment als ein Meister dieser „social music“.

Das alles macht er sitzend, mit seiner Gitarre und seiner Mundharmonika. Und mit Gastmusikern. Bewährt gut sind seit Jahren der Pianist Roland Guggenbichler und das afrikanische Gesangstrio Insingizi. Letzteres hat gerade in den USA eine Goldene Schallplatte für 250.000 verkaufte Alben ihres Debuts erhalten, sie bereichern seit Jahren Theessinks sonoren Gesang mit Tanz und vokalen Harmonien, zunehmend auch mit Liedern aus Afrika. Diesmal dürfen „Zambezi“ und  „Mbube“, auch bekannt als „Wimoweh“ oder „The Lion Sleeps Tonight“, nicht fehlen. Beide Titel waren schon auf dem 2004er Album „Bridges“ zu hören, und das Publikum lässt sich die Gelegenheit zum stimmungsvollen Mitsingen ebenso wenig nehmen wie bei Curtis Mayfields Soulgospel-Klassiker „People Get Ready“, bei dem Theessink und Guggenbichler hören lassen, dass der Karibik-Aufenthalt das musikalische Koordinatenkreuz leicht in Richtung Reggae verschoben hat.

Dabei lässt er nicht einen Song lang vergessen, dass seine Ahnherrn Mississippi John Hurt oder Big Bill Broonzy heißen. Ob er in ihrem Geiste eigene Songs spielt, sie zitiert oder ihre Lieder interpretiert, alles bekommt den typischen, entspannenden Theessink-Touch. Was das heißt? Mit lockerem Beat lässt er den Blues nicht im musealen Staub der Geschichte liegen, sondern verwandelt dessen Lieder wieder in lebendige Musik: so mag manch ein romantisierender Kritiker den Blues für die Musik von vor sich hin zupfenden Einsamkeitsaposteln halten, Theessink belehrt sie eines Besseren: Denn bereits vom ersten Ton an spielt er eine Musik, die den Kontakt mit dem Publikum sucht. Er versteht sich auf die hohe Kunst, Hörer und Musik zusammen zu führen. Seine Konzerte sind insofern immer auch Abende zu Ehren und Freude des Publikums.

So schließen in seinem 62. Lebensjahr Theessinks Professionalität den Witz und die Spielfreude nicht aus, sondern ermöglichen sie. Das Publikum dankt es mit Beifall und mit vor Lebensfreude strahlenden Gesichtern. Damit lässt sich mehr als nur dem kalten Winter trotzen. (Harald Justin)